Bis 07.12. bestellen und deinen Gaming-PC garantiert vor Weihnachten erhalten:
Tage
Stunden
Minuten
Sekunden
Erfahrung seit über 10 Jahren
Ratenzahlung
Schnelle & sichere Lieferung
PC-Systeme Made in Germany
Inhaltsverzeichnis

RAM Preisentwicklung: So entwickeln sich die Speicherpreise für Gamer

Inhaltsverzeichnis

Wer aktuell einen Gaming-PC bauen oder aufrüsten will, erlebt beim Blick auf RAM-Preise einen Schock. DDR5-6000-Kits mit 32 GB, die im Sommer 2025 noch unter 100 Euro zu haben waren, kosten im März 2026 teils über 450 Euro. DDR4 ist kaum besser dran.

Was dahintersteckt, warum eine schnelle Entspannung unwahrscheinlich ist und wie du als Gamer trotzdem smart einkaufst – das klären wir in diesem Guide.

Das Wichtigste in Kürze

  • DDR5-Preise sind seit Oktober 2025 um durchschnittlich 340 % gestiegen – 32 GB DDR5-6000 kosten aktuell 400–500 € statt unter 100 €
  • DDR4 ist ebenfalls betroffen: +46 % seit Herbst 2025, Tendenz steigend – die Produktion wird zugunsten von DDR5 und HBM eingestellt
  • Hauptursache: KI-Rechenzentren fressen die globale DRAM-Kapazität – Samsung, SK Hynix und Micron priorisieren HBM für GPU-Server
  • Prognose: TrendForce und Counterpoint rechnen mit weiteren Preisanstiegen bis mindestens Ende 2026 – kein Rückgang auf alte Niveaus absehbar
  • Micron steigt aus: Der drittgrößte DRAM-Hersteller hat angekündigt, sein Verbrauchergeschäft (Crucial) einzustellen – weniger Angebot, höhere Preise

Die Speicherkrise: Was ist passiert?

Die aktuelle Situation ist beispiellos. Seit Oktober 2025 erleben wir die stärkste DRAM-Preisexplosion seit über einem Jahrzehnt – und sie betrifft nicht nur RAM, sondern auch SSDs, GDDR6/GDDR7-Grafikspeicher und damit Grafikkarten. Die Ursachen sind strukturell, nicht vorübergehend.

Faktor Was passiert Auswirkung auf Gamer
KI-Boom → HBM-Nachfrage Hyperscaler (Google, Amazon, Microsoft) kaufen massiv HBM3e für KI-GPUs. Samsung, SK Hynix und Micron verschieben Produktionskapazität von Standard-DRAM zu HBM. ★ Weniger DDR5-Chips für den Consumer-Markt → Preise steigen
Opportunitätskosten HBM-Wafer bringen höhere Margen als DDR5-Wafer. Hersteller produzieren lieber 1 Wafer HBM als 5 Wafer DDR5. Die Gesamtkapazität für Standard-DRAM schrumpft faktisch
Micron stellt Crucial ein Drittgrößter DRAM-Hersteller gibt Verbrauchermarkt auf – Crucial-Module nur noch bis Anfang 2026 lieferbar Ein großer Anbieter fällt weg → Angebot sinkt weiter
DDR4-Produktion läuft aus Alle drei DRAM-Fertiger drosseln DDR4-Linien zugunsten von DDR5 und HBM DDR4 wird zum Nischenprodukt mit steigendem Preis
GDDR6/GDDR7 betroffen Grafikspeicher auf GPUs nutzt dieselben DRAM-Fabriken – Preise steigen ebenfalls Grafikkarten werden teurer (RTX 5070 Ti, RX 9070 XT bereits betroffen)
SSD-Preise steigen NAND-Flash folgt dem DRAM-Trend – Sandisk hat Vertragspreise um 50 % erhöht Speicher-Upgrades werden auf breiter Front teurer

„KI-Rechenzentren beanspruchen einen Großteil der weltweiten Speicherchip-Produktion, was dazu führt, dass weniger Kapazität für normale Consumer-Produkte wie DDR5-Module übrigbleibt.“

— Torben Mallwitz, CTO guenstiger.de

Die Preisentwicklung in Zahlen

Speichertyp (32 GB Kit) Sommer 2025 März 2026 Preisanstieg
DDR5-6000 CL30 (2×16 GB) 80–100 € 400–500+ € ★ +340–400 %
DDR5-5600 CL36 (2×16 GB) 70–90 € 350–450 € +300–400 %
DDR4-3600 CL18 (2×16 GB) 45–55 € 80–120 € +46–100 %
DDR5-6000 CL30 (2×32 GB = 64 GB) 150–200 € 800–1.000+ € ★ +400+ % – teurer als eine PS5 Pro
SSD 2 TB NVMe Gen4 100–130 € 160–210 € +50–80 %

Der Anstieg ist global synchron – Europa, USA, UK und Australien zeigen nahezu identische Kurven, was bestätigt, dass die Ursache auf Produktionsebene liegt, nicht bei einzelnen Händlern oder Regionen.

⚠️ Prognose: Kein Ende in Sicht

TrendForce, Counterpoint Research und Analysten erwarten weitere Preissteigerungen im Q2 2026. Windbond (taiwanesischer DRAM-Hersteller) befürchtet eine erneute Verdoppelung bis Mitte 2026. Eine Rückkehr auf das Niveau von Sommer 2025 ist laut Marktforschern „ausgeschlossen“ – selbst bei einer Beruhigung werden DDR5-Preise voraussichtlich 30–50 % über dem Durchschnitt von 2024 bleiben.

Was bedeutet das für Gamer?

Deine Situation Empfehlung
Du hast bereits 32 GB DDR5 ★ Perfekt. Nicht aufrüsten, nicht verkaufen – du hast den Sweet Spot. Dein RAM ist aktuell mehr wert als beim Kauf.
Du hast 16 GB DDR5 und merkst Engpässe Aufrüsten lohnt sich trotz hoher Preise, wenn Spiele wie Anno 117 oder Städtebau-Titel im Late-Game stottern. Prüfe ob dein Mainboard 4 DIMM-Slots hat – dann ein zweites 2×8 GB oder 2×16 GB Kit nachrüsten.
Du baust einen neuen PC (AM5 / LGA 1851) 32 GB DDR5-6000 CL30 bleibt die richtige Wahl – auch wenn es weh tut. Weniger als 32 GB bei aktuellen Spielen und 2026-Titeln ist nicht zukunftssicher. Spare lieber anderswo als beim RAM.
Du sitzt noch auf AM4 / DDR4 DDR4 wird teurer, aber nicht so dramatisch wie DDR5. Wenn dein System noch gut genug für deine Spiele ist, bleib dabei – der Plattformwechsel zu AM5 + DDR5 ist aktuell doppelt teuer.
Du planst einen Budget-Build ⚠️ Abwägen: 16 GB DDR5-5600 als Einstieg, später aufrüsten. Oder einen fertig konfigurierten PC kaufen – Systemintegratoren haben oft bessere Einkaufspreise als der Einzelhandel.

Warum DDR4 keine Rettung mehr ist

Viele Gamer denken: „Dann bleibe ich eben bei DDR4 – das ist doch günstiger.“ Das war bis Mitte 2025 richtig, stimmt aber zunehmend weniger. DDR4-Preise sind ebenfalls um 46–100 % gestiegen, weil die Produktion aktiv eingestellt wird. DDR4 wird zum Nischenprodukt – ähnlich wie DDR3 heute.

Kriterium DDR4 (AM4 / LGA 1700) DDR5 (AM5 / LGA 1851)
Preistrend 2026 Steigend – Produktion wird eingestellt ★ Stark steigend – aber wird weiter produziert
Verfügbarkeit ⚠️ Abnehmend – immer weniger Modelle verfügbar Eingeschränkt, aber langfristig gesichert
Performance für Gaming Ausreichend für 1080p/1440p (DDR4-3600 CL16) ★ Optimal: DDR5-6000 CL30 = Sweet Spot für AM5
Plattform-Zukunft AM4 = End of Life, LGA 1700 = End of Life ★ AM5 bis 2027+, LGA 1851 aktuell
Empfehlung Nur kaufen, wenn du AM4 weiterbetreibst und nicht wechseln willst ★ Standard für Neubauten – trotz der Preise die richtige Wahl

6 Tipps zum Geld sparen beim RAM-Kauf

  1. Preisvergleich ist Pflicht: Nutze Geizhals, Idealo und Skinflint täglich – RAM-Preise schwanken im Wochentakt. Manchmal tauchen einzelne Modelle kurzzeitig zu deutlich günstigeren Preisen auf, bevor Händler nachziehen.
  2. Auf EXPO/XMP-Zertifizierung achten: Kaufe kein billiges Noname-Kit, das angeblich DDR5-6000 schafft. Nur Kits mit offiziellem EXPO- (AMD) oder XMP-Profil laufen garantiert stabil auf der beworbenen Frequenz. Bei den aktuellen Preisen willst du kein instabiles Kit zurückschicken müssen.
  3. DDR5-5600 als Alternative: Wenn DDR5-6000 CL30 ausverkauft oder unbezahlbar ist: DDR5-5600 CL36 ist 5–8 % langsamer in Gaming, aber oft deutlich günstiger. Der Performance-Unterschied ist in den meisten Spielen kaum spürbar.
  4. Fertig konfigurierte PCs prüfen: Systemintegratoren wie smartgaming-shop.de kaufen RAM in größeren Mengen und haben oft bessere Einkaufskonditionen als der Einzelhandel. Ein fertig konfigurierter Gaming-PC kann aktuell günstiger sein als die Summe der Einzelkomponenten.
  5. Gebrauchten RAM in Betracht ziehen: DDR5-Kits haben keine mechanischen Verschleißteile – gebrauchter RAM funktioniert identisch wie neuer. Prüfe die Garantie (manche Hersteller bieten Lifetime-Garantie, die übertragbar ist) und teste das Kit mit MemTest86 nach dem Kauf.
  6. Timing: Nicht auf „bessere Zeiten“ warten: Anders als bei früheren DRAM-Zyklen gibt es 2026 keine Entspannung in Sicht. Die Analysten sind sich einig: Wer RAM braucht, sollte jetzt kaufen statt auf sinkende Preise zu hoffen, die möglicherweise erst 2027 oder später kommen – und selbst dann nicht auf altes Niveau.

💡 Der AM5-Vorteil: DDR5-6000 CL30 bleibt der Sweet Spot

Trotz der Preisexplosion ändert sich am technischen Sweet Spot nichts: Für AM5-Systeme (Ryzen 7000 / 9000) liefert DDR5-6000 CL30 das beste Verhältnis aus Performance und Kompatibilität, weil der Infinity Fabric mit 1:1-Ratio bei DDR5-6000 synchron läuft. Schnellerer RAM (6400+) bringt in Gaming kaum Mehrleistung, kostet aber deutlich mehr. Langsamerer RAM (5200–5600) verschenkt 5–10 % Performance. Mehr dazu in unserem RAM-Tuning-Guide.

Auswirkungen auf Grafikkarten und SSDs

Die Speicherkrise betrifft nicht nur RAM-Module. GDDR6- und GDDR7-Chips für Grafikkarten kommen aus denselben Fabriken – und deren Preise steigen ebenfalls.

Komponente Preisanstieg seit Juli 2025 Auswirkung
DDR5-RAM +340 % (Durchschnitt) 32 GB Kits kosten 400–500+ €
DDR4-RAM +46–100 % Alte Plattform wird teurer statt günstiger
Grafikkarten (GDDR6/7) +13 % (Durchschnitt), teils deutlich mehr RTX 50-Serie und RX 9000 über UVP – GDDR-Kosten treiben Straßenpreise
NVMe SSDs +50–80 % 2-TB-SSDs von 100 € auf 160–210 € gestiegen
SATA-Festplatten +50 % HDDs als günstiger Massenspeicher ebenfalls betroffen
Komplett-PCs / Mainboards +10–12 % Gesamtkosten für Gaming-PCs steigen auf breiter Front

Für Gamer bedeutet das: Ein kompletter Gaming-PC ist 2026 auf allen Ebenen teurer als noch vor einem Jahr. Die RX 9070 XT und RTX 5070 Ti kosten teils deutlich über UVP – nicht nur wegen Blackwell-Knappheit, sondern auch wegen gestiegener GDDR-Kosten.

Wann werden RAM-Preise wieder sinken?

Die ehrliche Antwort: Niemand weiß es genau – aber die Prognosen sind nicht ermutigend.

  • Kurzfristig (Q2 2026): Weitere Preisanstiege erwartet. Windbond warnt vor einer möglichen erneuten Verdoppelung bis Mitte 2026.
  • Mittelfristig (H2 2026): TrendForce erwartet den Preishöhepunkt frühestens Ende 2026 – danach Stabilisierung auf hohem Niveau, kein Rückgang.
  • Langfristig (2027+): Neue DRAM-Fabriken brauchen 2–3 Jahre Vorlauf. Selbst wenn Hersteller jetzt expandieren würden (was sie bewusst nicht tun), dauert es bis eine Entspannung im Markt ankommt. DDR6-Ankündigungen erzeugen zusätzliche Unsicherheit.

Der Kern des Problems: Samsung, SK Hynix und Micron verdienen mit HBM für KI-Server deutlich mehr Geld als mit Consumer-RAM. Solange der KI-Boom anhält, gibt es für die Hersteller keinen wirtschaftlichen Anreiz, mehr Kapazität für Desktop-RAM freizugeben. SK Hynix hat offen zugegeben, dass sie die Kapazität erhöhen könnten, es aber schlicht nicht tun werden.

Fazit: Jetzt kaufen oder warten?

Die Speicherkrise 2025/2026 ist real, strukturell und wird nicht schnell verschwinden. Wer jetzt einen Gaming-PC braucht, muss die höheren Preise akzeptieren – aber kann mit kluger Planung trotzdem ein starkes System bauen. 32 GB DDR5-6000 CL30 bleibt die richtige Wahl für AM5, auch wenn der Preis schmerzt. DDR5-5600 als günstigere Alternative ist ein sinnvoller Kompromiss. Und wer auf AM4 mit DDR4 sitzt und zufrieden ist: Bleib dabei – der Plattformwechsel lohnt sich aktuell doppelt wenig.

Bei smartgaming-shop.de konfigurieren wir alle Gaming-PCs mit geprüften, EXPO-zertifizierten RAM-Kits und optimieren die Einstellungen im BIOS für maximale Stabilität. Unser Einrichtungs-Guide zeigt dir, wie du EXPO/XMP richtig aktivierst, und der Leistungstest-Guide hilft dir zu prüfen, ob dein RAM wirklich mit der beworbenen Geschwindigkeit läuft. In Zeiten wie diesen zählt jeder Euro – investiere ihn in die richtigen Komponenten.

Weitere Themen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bild von Martin Hieb
Martin Hieb

Founder, CEO

Martin Hieb ist Gründer und Geschäftsführer von sMARTgamINg

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren